“Da fehlen Oliven”,
22.10.2010 vonFranz

sagt meine Frau. Nein, nicht beim Tiramisu. – Also nochmal ganz von vorn:
Wir sind aus der Bretagne zurück und gerade habe ich einen dampfenden Chicoree-Auflauf aus dem Ofen gezogen, einer meiner Klassiker, nur diesmal eben anders. Was war geschehen?
Nun, wahrscheinlich war ich innerlich gar nicht zu Hause angekommen und mein Kochsinn immer noch zur Hälfte auf französische Zutaten eingestellt. Weshalb sonst hatte ich diesmal statt Olivenöl die mitgebrachte Salzbutter verwendet, statt Mozzarella das Stück Comté, in den Reis – warum eigentlich türkischer statt Basmati? – waren mir Quatre-épices geraten und das Basilikum war klein und buschig, eben das französische?
Nein, das alles geht gar nicht, das ist gegen die “Seele” des Rezeptes gekocht, vielleicht aber auch einfach nur gegen unsere Geschmacksgewohnheiten. Dennoch, letztes Jahr: gerade mit dem Auto in der Bretagne eingetroffen, noch schnell, schnell vor Toresschluss in den Supermarkt, Nudeln, Schalotten, Tomaten, Knoblauch … – Pasta mit Tomatensauce geht schließlich schnell und immer – DENKSTE! Die Nudeln waren nicht schlecht – aber sie schmeckten mir nicht, kamen mir dort völlig falsch vor, eben deplatziert. Geht das euch manchmal auch so?
Was immer geht und überall ist Tiramisu. Erst recht, wenn man es mit den örtlichen Produkten dem Umfeld anpasst.

Da wären in der Bretagne zunächst die Äpfel, die überall rumliegen: aufsammeln!
Da sind die mürben Plätzchen (statt Biskuit), die mit Salzbutter gemacht werden: kaufen.
Und Calvados oder Pommeau (statt Cognac) zum Beträufeln. Und Creme fraiche verrührt mit Frischkäse (statt Mascarpone), etwas Zucker und einem Schuss Pommeau. Die Äpfel werden mit Vanille, einem Schuss Wein und Zucker nach Bedarf zu einem stückigen Kompott gekocht, abgekühlt und zwischen die Plätzchen und die Creme gebettet. Oben auf den Cremedeckel streut man Zimtzucker (statt Kakao) oder man gießt eine Salzbutter-Karamell-Creme (statt Honig) drauf – oder am besten beides.
Und schon hat man Tiramisu Breton oder Tiramisu Normand.

Und weil auch noch die Quitten vom Baum mussten, haben wir Konfitüre daraus gemacht mit einem Frucht/Zucker Verhältnis von 3 : 2, herb, sauer und dennoch süß. Beim nächsten mal nehme ich die doppelte Menge Rosmarin.
| ========== | REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Quittenkonfitüre mit Ingwer und Rosmarin |
| Kategorien: | Einkochen |
| Menge: | 1 Rezept |
Zutaten
| 1,8 | kg | Quitten netto (geschält und entkernt) | |
| 0,7 | kg | Zucker | |
| 1/2 | kg | Gelierzucker 1:1 | |
| 1 | Zitrone (der Saft) | ||
| 2 | Teel. | Rosmarinnadeln, fein gehackt | |
| 4 | cm | Frische Ingwer, fein gehackt | |
| 1/2 | Teel. | Tabasco | |
| 1 | Prise | Salz |
Quelle
| Erfasst *RK* 20.10.2010 von | |
| www.einfachkoestlich.com |
Zubereitung
Quitten mit dem Zucker und dem Zitronensaft etwa eine Stunde durchziehen lassen. Dann die restlichen Gewürze und etwa 4 EL Wasser zugeben und langsam aufkochen. Unter gelegentlichem Rühren netwa 10 min sprudelnd kochen lassen, Gelierprobe machen, in sterile Gläser füllen.
Wahrscheinlich braucht man keinen Gelierzucker zu nehmen, weil die Quitten sehr viel Pektin enthalten.
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Oder ich mach das Ganze so:
| ========== | REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Quittenkonfitüre mit orientalischen Gewürzen |
| Kategorien: | Einkochen |
| Menge: | 1 Rezept |
Zutaten
| 2,3 | kg | Quitten netto (geschält und entkernt) | |
| 1 1/4 | kg | Zucker | |
| 250 | Gramm | Gelierzucker 1:2 | |
| 2 | Vanilleschoten, längs aufgeschlitzt | ||
| 2 | Zitronen (der Saft) | ||
| 1 | Prise | Salz | |
| 2 | Teel. | Abgeriebene Orangenschale | |
| 1-2 | Teel. | Kardamom, gemahlen | |
| 2 | Sternanis, gemahlen | ||
| 4 | Nelken, gemahlen | ||
| 20 | Pimentkörner, gemahlen | ||
| 20 | Schwarze Pfefferkörner, gemahlen | ||
| 3 | Teel. | Wattle seed, gemahlen |
Quelle
| Erfasst *RK* 21.10.2010 von | |
| www.einfachkoestlich.com |
Zubereitung
Quitten mit dem Zucker und dem Zitronensaft etwa eine Stunde durchziehen lassen. Dann die restlichen Gewürze und etwa 100 ml Wasser zugeben und langsam aufkochen. Unter gelegentlichem Rühren netwa 30 min sprudelnd kochen lassen. Dann die Vanilleschoten entfernen, das Quittenmus mit dem Püreierstab zerkleinern, weitere 15 min. köcheln lassen, Gelierprobe machen, in sterile Gläser füllen.
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Der Einfachheit halber kann man statt der vielen Gewürze auch fertige Mischungen nehmen, z.B. Ras-el-Hanout oder Baharat. Das Wattle seed – Pulver hat allerdings schon ein ganz besonderes Aroma, solllte man unbedingt mal probieren.
Davon ein bisschen auf ein Stück würzigen Käse gehäuft…
Geht auch immer und überall.
Und die eine Konfitüre schmeckt mir noch ein bisschen besser als die andere. Oder war es umgekehrt?
- 5 Kommentare »
- Posted inDessert, weiteres, dies & das











































