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Das Schwelgen mit Lämmern

29.09.2010 vonFranz

Sie sind schon ein bisschen anders, hier in der Bretagne, die Lamm-Merguez. Kräftiger Geschmack und reichlich Fett, dünn, lang, mit viel scharfem Paprika gewürzt. Wer das mag, ist begeistert, so wie ich.

Bei diesen Würstchen kann man getrost auf das Ras-el-Hanout verzichten, ein paar Esslöffel vom Bratfett der Merguez gibt genug Würze ans Linsengemüse. Und ein halbierte Cherrytomaten ersetzen die gehäuteten Tomatenwürfel in ebenbürtiger Weise, mindestens.


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Linsengemüse mit Lammwürstchen
Kategorien: Linsen, Lamm
Menge: 4 Portionen

Zutaten

200 Gramm   Berglinsen
      Olivenöl
1 mittl.   Rote Zwiebel
1 groß.   Möhre
1 Stange   Bleichsellerie
1     Knoblauchzehe
1/2 Stange   Lauch
1     Fleischtomate
      Brühe
      Salz, schwarzer Pfeffer
1/4 Teel.   Chiliflocken
1/2 Teel.   Ras el Hanout (oder Kreuzkümmel)
      Balsamico
2 Essl.   Frische Minze
8 klein.   Lammwürstchen

Quelle

  Erfasst *RK* 10.09.2010 von
  www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Linsen über Nacht in Wasser einweichen, dann abseihen, abspülen. Tomate überbrühen, enthäuten, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel fein würfeln und in Olivenöl andünsten, dann fein gewürfelte Möhre und Bleichsellerie zugeben und leicht anrösten, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Lammwürste ringsum anstechen und in 3 EL Wasser in einer Pfanne langsam braun braten, öfter wenden. Das Wasser verdampft und die Wurst brät im eigenen Fett.

Linsen mit Brühe bedecken, Ras-el-Hanout und Chiliflocken zugeben, aufkochen und ca. 20 min. leicht simmernd sieden lassen, feingeschnittenes Lauch zugeben und noch 5 min. köcheln. Dann Garprobe machen, Flüssigkeit abgießen, salzen pfeffern, gedünstete Gemüse, Tomatenwürfel, feingewiegte Minze unterheben, abschmecken.

Auf Tellern anrichten, etwas frisches Olivenöl und Balsamico darübergießen, die Würste obenauf legen und mit einem Minzezweig dekorieren.

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Zum Dessert gibt es Brombeer-Clafoutis, mit selbstgepflückten Beeren natürlich.

Eine flache Form wird dazu gebuttert (Salzbutter!), mit Zucker ausgestreut und mit den verlesenen Brombeeren bedeckt, so viele, wie nebeneinander Platz darin haben.

Ein dünner Teig aus 65 g Mehl, einer Messerspitze Backpulver, einem Ei, 50 g Zucker und 125 ml Milch wird glatt verquirlt und muss etwa 3 Stunden im Kühlschrank ruhen. Dann gießt man soviel davon über die Brombeeren, dass sie gerade eben noch nicht bedeckt sind. Die Menge reicht für eine kleine Form von etwa 18 bis 20 cm Durchmesser. Ein bis zwei EL Zucker streut man obenauf, je nach Süße der Beeren.

Im vorgeheizten Ofen backt der Auflauf bei 180 Grad C Ober-/Unterhitze jetzt für 30 oder 40 min. bis er schön braun ist. Nach etwa 20 min. streut man nochmals reichlich Zucker obendrauf, der dann knusprig karamellisiert.

Lauwarm mit einem Klecks verrührter Creme fraiche. Muss!

Ein paar Tropfen Caramel-Likör darüberträufeln. Kann, muss aber nicht.

 

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umarmt

16.09.2010 vonFranz


Jetzt war endlich ein Tintenfisch dran, ein Oktopus. Gekauft habe ich ihn bei einem für mich neuen griechischen Händler in Düsseldorf-Heerdt, und sicherlich werde ich in Zukunft dort öfter meine Fische kaufen.

Über die Zubereitung hatte ich mich gründlich informiert und schließlich blieben mir sanftes Kochen in Meerwasser á la Duttenhofer oder Pochieren in gewürztem Olvenöl, schön beschrieben bei Chezuli.

Der ausgenommene, gewaschene Tintenfisch wird mit kaltem Salzwasser in Meerwasser-Konzentration (30 g pro Liter) knapp bedeckt kurz vors Sieden gebracht, dann herausgenommen und zerteilt.

Zartbesaitete überlesen diesen Absatz, Nachahmer fassen sich ein Herz.
Der Tintensack wird knapp oberhalb der Augen abgeschnitten, umgestülpt und nochmals gereinigt. Das Segment mit den Augen wird ebenfalls abgetrennt und weggeworfen, ebenso die Mundwerkzeuge im Zentrum des Fangarm-Kranzes, die man mit einem kreisrunden Schnitt heraustrennt. Das Wesentliche sind die einzelnen Fangarme.

Zum Vergleich wandern für die Duttenhofer-Methode zwei Arme und der umgestülpte Korpus zurück ins Salzwasser und simmern dort leicht für 10 Minuten, dann kommt der Topf vom Feuer und sein Inhalt kühlt im Salzwasser langsam ab.

Bei Chezuli werden die Arme mit Gewürzen nach Geschmack in ein Einmachglas geschichtet und mit Olivenöl bedeckt. Obenauf liegt ein feuchtes Tuch und alles wandert für eine Stunde in den auf 180 Grad C aufgeheizten Ofen. Dann herausnehmen und ebenfalls abkühlen lassen.

Resümee:

Beides funktioniert recht gut, die Ölmethode (oben) macht’s ein bisschen weicher.

Man könnte den Oktopus bei der Wassermethode vielleicht 20 oder 30 min. simmern lassen.

Man könnte bei der Ölmethode die Ärmchen in einem flachen Topf bei 70 Grad C in vortemperiertem Öl weichziehen lassen, vielleicht zwei Stunden oder drei? Das werde ich jedenfalls beim nächsten Mal ausprobieren. Der Inhalt des Weckglases begann bei mir am Ende der Garzeit stark sprudelnd zu kochen, weil Flüssigkeit aus dem Fisch ausgetreten war. Und das Tuch begann fast zu kokeln – wahrscheinlich muss man es sehr nass machen und das Glas war in meinem Ofen zu hoch platziert.

Fertiggestellt und gewürzt habe ich den Oktopus schließlich wie in meinem bretonischen Sepia-Rezept: nochmals in Olivenöl angewärmt, abgelöscht mit Sojasauce und Zitronensaft, mit Frühlingszwiebeln und Piment d’Espelette.

Köstlich.

Ach ja, und ein paar Splitter Crocchiarelle gab es dazu, eine schöne Knabberei der Duttenhofers aus der Toskana, vorgestellt in der „Olivenöl“-Sendung von letzter Woche.


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Crocchiarelle (oder knuspriges Brotpapier)
Kategorien: Brot, Snack
Menge: 8 Fladen

Zutaten

500 Gramm Brotmehl (Type 550)
1/2 Würfel Hefe
300 ml Lauwarmes Wasser; ca.
1 gestr. TL Salz
3-4 Essl. Olivenöl (für den Teig)
3-4 Essl. Olivenöl (zum Bestreichen)
Salz zum Bestreuen

Quelle

Von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer
Erfasst *RK* 16.09.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Hefe in einem Becher mit etwas Wasser auflösen und mit Schwung ins Mehl kippen. Zugedeckt etwa 15 Minuten gehen lassen, bis sich Blasen bilden.

Dann die Maschine einschalten, auf langsamer Stufe zunächst Salz und Öl hinzufügen, dann langsam so viel Wasser, bis sich der Teig glatt vom Schüsselrand löst. Weitere fünf Minuten rühren lassen, erst dann aus der Rührschüssel nehmen. Nochmals auf der Arbeitsfläche mit den Händen durcharbeiten und schließlich in einer mit Mehl ausgestreuten Schüssel zugedeckt eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Erneut durchwalken, dann in orangengroße Portionen teilen und auf einem bemehlten Backbrett unter einem Tuch eine weitere Stunde gehen lassen.

Jede Teigportion dann mit einem Nudelholz oder – besser noch – mit der Nudelmaschine hauchdünn ausrollen. Auf einem mit Backpapier oder Backfolie belegtem Blech ausbreiten.

MitOlivenöl einpinseln und mit Salz bestreuen, dann bei 200 Grad Celsius Heißluft (220 Grad Celsius Ober- und Unterhitze) jeweils acht bis zehn Minuten hellblond backen.

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duftig leicht & reichlich deftig

07.09.2010 vonFranz


Nach langer, langer Zeit habe ich mal wieder Pfifferlinge gefunden die tatsächlich nach Pfifferlingen schmecken! Zusammen mit Kartoffel-Gnocchi ein wunderschönes Spätsommer-Gericht.

Die duftig leichten Gnocchi mache ich diesmal etwas größer als normal, sozusagen wie kleine Knödel.


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pfifferlinge mit Gnocchi
Kategorien: Vegetarisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

750 Gramm Kartoffeln (mehlig kochend)
1 Eigelb
1/2 Teel. Salz
40 Gramm Weizenmehl
40 Gramm Kartoffelmehl
1 klein. Zwiebel
Öl
500 Gramm Pfifferlinge
1 Knoblauchzehe
Salzbutter
200 ml Sahne
Piment d’Espelette
Salz, Pfeffer
1 Bund Schnittlauch

Quelle

Erfasst *RK* 07.09.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Kartoffeln schälen, weichdünsten, sofort durch die Presse drücken, ausdämpfen und abkühlen lassen. Den ausgekühlten Kartoffelschnee mit Salz, Eigelb und den Mehlen rasch verkneten, in Rollen von etwa 2 Euro Durchmesser formen und etwa 2 cm breite Nocken abschneiden.

Zwiebel fein schneiden und in Öl hellbraun rösten, aus der Pfanne nehmen. Knoblauch fein hacken. Pilze mit einer Bürste säubern

und in aufschäumender Salzbutter mit dem Knoblauch kurz anschwitzen, salzen, pfeffern, Sahne und geröstete Zwiebel dazugeben, mit Piment d’Espelette (oder Chili) würzen, etwas einkochen lassen.

Gnocchi in siedendem, stark gesalzenem Wasser garziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

Dann mit einer Schaumkelle abschöpfen und mit Schnittlauchröllchen in der Pilzsahne durchschwenken, abschmecken, servieren.

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Wenn man den Rahm nicht zu stark eindicken lässt, ist die s ein luftig leichtes Pilzgericht.

Etwas deftiger und ein bisschen heftiger wird’s mit Semmelknödeln. Aber auch die werden locker, wenn man sie nicht zu stark knetet, so dass das Brot zusammenpappt.



========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Semmelknödel
Kategorien: Vegetarisch
Menge: 12 Stück

Zutaten

600 Gramm Semmelbrot vom Vortag
375 ml Heiße Milch
1-2 Zwiebeln
6 Essl. Butter
4-5 Eier
5 Essl. Petersilie
Majoran
Salz, Pfeffer
Muskat

Quelle

Erfasst *RK* 07.09.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Brot in kleine Würfel schneiden. Die Hälfte in 4 EL Butter in einer Pfanne leicht anrösten. Die andere Hälfte mit der heißen Milch übergießen. Dann die angerösteten Würfel und die verschlagenen Eier unterheben. Zwiebeln fein würfeln und in der restlichen Butter weichdünsten, dann mit den Gewürzen und der gehackten Petersilie zum Brot geben und alles vorsichtig vermischen. Etwa 30 min. ziehen lassen.

Brotteig – z. B. mit einem Eisportionierer – in 12 gleiche Teile teilen und mit angefeuchteten Händen daraus Knödel formen und rollen.

Knödel in reichlich stark gesalzenem, leicht siedendem Wasser 15 bis 20 min. gar ziehen lassen, herausheben, kurz abtropfen lassen, servieren.

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So ein Semmelknödel braucht natürlich reichlich Sauce.
Mit einer kleinen Stange Lauch und etwas mehr Sahne lässt sich der Pilzrahm köstlich erweitern.


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Ikebana

01.09.2010 vonFranz


Entenleberpastete, marinierte Latugablätter, Honigmelonenkugeln, Chicoreestreifen, Chiliringe, schwarze Nüsse, geröstete Frühlingszwiebeln, Apfelessig, Olivenöl, Kapern, Piment d’Espelette, Meersalz, schwarzer Pfeffer – ich mag diese Vielfalt im Salat. Sieht auf den ersten Blick auch gar nicht so reichhaltig aus.

Dann also die Ikebana-Version:

Heutzutage neigt man oft zu geordneten Tellern, es sieht zunächst und unberührt ja auch ganz nett aus. Dennoch esse ich lieber vom ersten Teller, vielleicht reine Gewohnheitssache – aber sicher auch, weil mich mein “aufgeräumtes” Arrangement irgendwie an den Ikebanakurs einer Volkshochschule denken lässt.

Dies alles hat aber auch gar nichts zu tun mit den Ideen und Kreationen von Roberto Cortez, auf die ich durch die aktuelle Effilee gekommen bin. Reinschauen lohnt sich.


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