25.10.2007 vonFranz
recipe in English 
Als kleiner Junge durfte ich die Ferien oft bei Verwandten auf einem Bauernhof in der Eifel verbringen. Aus diesen Tagen sind mir nicht nur Erinnerungen an viele kleine Abenteuer geblieben, sondern auch die Liebe zu Buchweizen-Pfannkuchen, man sieht, schon damals habe ich vom Essen viel gehalten.

Buchweizenpfannkuchen gab es stets zu frischer Gemüsesuppe. Die Fladen wurden gestapelt, geviertelt und gerollt von der Hand gegessen. Zum Nachtisch gab es oft saure Milch – Frischmilch, die gleich nach dem Melken in einer großen Schüssel zum Dickwerden in die kühle Vorratskammer gestellt wurde, bis sie dick und schnittfest war. Dann kam die Schüssel in die Mitte des Esstischs und jeder bediente sich mit seinem Suppenlöffel daraus. Ich hatte mir immer ein paar Stückchen vom Buchweizenpfannkuchen aufgespart, um sie zusammen mit der Dickmilch zu essen. Wäre mir nicht ein anderer zuvorgekommen, ginge das Rezept für Blinis mit Creme fraiche also vielleicht auf einen kleinen Jungen an einem Eifeler Bauerntisch zurück …
Letztens hatten sich einige Gemüsereste im Kühlschrank angesammelt – eine gute Gelegenheit, mal wieder ein Gemüsesuppe zu kochen. Diesmal sollte es eine besonders gute Suppe sein. Deshalb habe ich eine üppige Gemüsebrühe vorgekocht.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Gemüsebrühe
Kategorien: Grundzubereitung
Menge: 6 Personen
Zutaten:
300 g Möhren
2 Lauchstangen, das Weiße
100 g Bleichsellerie
50 g Gemüsefenchel
250 g Schalotten
2 ungeschälte Knoblauchzehen
1 Bouquet garni
250 ml trockener Weißwein
10 g weiße Pfefferkörner
Quelle:
nach Michel Roux “nur das Beste”
– Erfasst *RK* 24.10.2007 von
– Franz Schumacher
Zubereitung:
Gemüse putzen, kleinschneiden und mit etwa 2 Litern Wasser und dem Weißwein 45 min. köcheln lassen, evtl. abschäumen. Dann durch ein feines Sieb abgießen, leicht ausdrücken.
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So geht’s dann weiter:
Mundgerecht geschnittene Gemüse wie Karotten, Zwiebeln und Sellerie werden zunächst in Olivenöl stark angeschwitzt und dann mit Gemüsebrühe abgelöscht.
Es wird leicht gesalzen, und nun wandern nach und nach alle mögliche Gemüse, ebenfalls löffelgerecht gewürfelt, in den Topf: Kartoffeln, Kürbis, Kohlrabi, Rosenkohl, grüne Bohnen, Fenchelknolle, Blumenkohlröschen oder anderes, was gerade im Haus ist. Am Ende kommen fein geschnittener Lauch und Petersilie dazu, es wird gut gewürzt mit Salz, Pfeffer, Muskat, Cayenne – fertig.
Ob man nun im Teller etwas Olivenöl über die Suppe gießt oder mit Parmesan bestreut bleibt jedem selbst überlassen. Ich wollte es diesmal pur, aber mit Buchweizenpfannkuchen.

Als Rezept habe ich eines aus dem Münsterland ausgesucht: da kommt kalter Kaffee in den Teig. Das war eine gute Wahl, denn der Kaffee ist hier ein sehr schönes Gewürz und gibt einen fülligen Röstgeschmack. Mancher Münsterländer gibt sogar den Kaffeesatz (Prött) mit hinein und isst seinen Pfannkuchen dann mit gebratenem Speck, mit Rübenkraut und Pumpernickel oder mit Bauernbrot und Salat. Im Rheinland mag man einen sehr üppigen Buchweizenteig mit vielen Eiern darin und auch Kaffee. Den isst man dann mit gerösteten Zwiebelringen …
Für mein „Eifeler“-Rezept habe ich mich hier wie da bedient:
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Buchweizenpfannkuchen Eifeler Art
Kategorien: Eierspeise, Beilage
Menge: 6-8 Personen
Zutaten:
250 g Buchweizenmehl
1/4 Liter kalter Kaffee
125 ml Milch
2 Eier
1 Prise Salz
1/4 Liter Mineralwasser
Quelle:
– Erfasst *RK* 24.10.2007 von
– Franz Schumacher
Zubereitung:
Eier verschlagen, kalten Kaffee, Milch, Salz einrühren, etwa 1 Std. ruhen lassen.
Dann den Teig mit Mineralwasser verdünnen.
Etwas Öl in einer Pfanne heiß werden lassen, Teig einfüllen, bis der Boden dünn bedeckt ist und den Pfannkuchen beidseitig ausbacken. Gebackene Pfannkuchen übereinanderschichten und warm halten.
http://www.einfachkoestlich.com
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Ich weiß nicht, ob damals auf dem Bauernhof auch Kaffee in den Teig kam, ich kann es mir aber gut vorstellen, denn mir schmeckte diese Version so gut wie vor fast 50 Jahren.