Graupensuppe
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10.01.2010 vonFranz
Nach 15 Jahren ist es mir kürzlich gelungen, meiner Frau Rote Bete schmackhaft zu machen.
Zum Beispiel mit dieser pikanten Rote Bete-Suppe.
23.04.2009 vonFranz

Bei Andrea, vom bayerischen Einfach Guad, wurde Sauerampfersuppe gekocht und vorgestellt. Ob’s zum Leibgericht taugt, blieb offen, aber geschmeckt hat’s ihr wohl recht gut.
Frugalen Grünzeugs-Rezepten nähere ich mich erfahrungsgemäß mich vorsichtigem Abstand, besonders, da selbst Rindviecher diese Hauptzutat lieber verschmähen und allenfalls in höchster Not und nur mit Verachtung vom Wiesengrund rupfmampfen.
Das Rezept und die Kommentare hatte ich mit Interesse registriert, aber zur Nachahmung drängte mich wenig – bis, ja, bis eine liebe Nachbarin mir einen großen Beutel voll frisch gepflücktem Sauerampfer überreichte. Nun war das Zeugs im Haus, jetzt musste es irgendwie verkocht werden: her mit dem Rezept.
Andrea hatte die vom saftigen Dunkelgrün zum “unschönen grau-grün-grau” mutierte Farbe der Suppe bedauert.
Lamiacucina riet zum Blanchieren. Eigentlich eine gute Idee, Robert, aber sobald die Blätter mit heißem Salzwasser in Berührung kommen, verwandeln sie sich zu einem breiigen Schmier in nato-oliv, dessen Geschmack – ogottogottogott ….
Ich war entsetzt, aber da das Süppchen nur als Vorspeise gedacht war und ich es deshalb zu jedem Zeitpunkt in einer verschwiegenen Tonne ohne Verlust würde entsorgen können, machte ich tapfer weiter:
weiße Zwiebelwürfelchen und eine Knoblauchzehe in Olivenöl anschwitzen, dann den Sauerglibber dazu, einen halben Becher Sahne und etwas kräftige Gemüsebrühe, ein paar vorgekochte Kartoffelwürfelchen zum Binden, Muskat, umrühren, 2 min. köcheln lassen.
Brrschmmmrrschschbrrrr – alles püriert, nochmal Muskat, Salz, Pfeffer, mehr Sahne, mehr Brühe bis zur gewünschten Konsistenz, abschmecken – na … naja – eine Prise Zucker, mehr Meersalz – tjaaaa – mehr Sahne, ein paar Tropfen Zitrone, noch eine Prise Zucker, ein Stich Butter – ja … also … irgendwie – ab in die Teller, einen Klecks verrührte Creme fraiche obenauf – hähm … also … (ungläubig) eigentlich lecker … hmm … köstlich … und dieser sehr eigene, zartstichig saure Nachgeschmack …
Kurzum – sowas hatte ich bisher noch nicht auf dem Teller gehabt: sehr interessant (in bestem Sinne), einzig im Geschmack, lecker und gar so übel sah es gar nicht aus. Nichts für jeden Tag, aber man sollte das Süppchen mal gegessen haben. Auch liebsten Gästen würde ich sie ohne Bedenken zumuten. Sie führt bestimmt zu reichlichem Tischgespräch – gutgelauntem, wohlgemerkt.
Vielen Dank fürs Rezept, Andrea.