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Nachtbacken

08.02.2012 vonFranz

In der Bretagne gibt es ihn fast überall: Far breton, eine Art Puddingkuchen, meist mit Backpflaumen gefüllt. Wenn der Kuchen kalt wird, fällt er etwas zusammen und wird zu einem recht kompakten Teigfladen. Den verkaufen viele Bäckereien und auf den Märkten wird er zusammen mit Kouign Amann und dem Gateau breton angeboten.

Während ein normales Stück kalter Far breton den Guteminen, Asterixen und Obelixen scheinbar keine Probleme bereitet, finde ich ihn doch etwas mächtig und leiste mir nur kleine Stückchen davon. Die sind sehr lecker.

Nirgends habe ich den Far breton allerdings frisch aus dem Ofen bekommen, wenn er noch so richtig warm ist.
Letztens war es dann doch so weit und dank unerklärlicher Schlaflosigkeit machte ich mich eines Nachts am Backofen zu schaffen …


Aus vielen Far breton – Rezepten hatte ich eines aus der Buchreihe “Der Reichtum der einfachen Küche” – Frankreich von Eva Gesine Baur herausgesucht, eine schöne und interessante Reihe über traditionelle europäische Landesküchen, von der einige Bände leider nur noch antiquarisch zu bekommen sind, wenn überhaupt.


==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Bretonischer Puddingkuchen (Far breton)
Kategorien: Dessert, Kuchen
     Menge: 12 Portionen

    250     Gramm  Backpflaumen ohne Stein
    1/8       Ltr. Rum
      6            Eier
    100     Gramm  Zucker     50      Gramm Vanillezucker
    220     Gramm  Weizenmehl
      1       Ltr. Milch
     50      Gramm  Butter
              Puderzucker

============ QUELLE ===========
-- frei nach “Der Reichtum der einfachen Küche”
-- Erfasst *RK* 24.10.2009

Die Backpflaumen etwa 4 Stunden im Rum marinieren, abtropfen lassen.
Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, Mehl dazu sieben, verrühren
ohne dass es Klümpchen bildet. Milch erhitzen, langsam unterrühren.

Eine Auflaufform von ca. 20 x 30 x 8 cm dick mit Butter ausstreichen.
Etwa ein Viertel der Teigmischung eingießen und etwa 10 min. im
vorgeheizten Ofen (220 Grad C Ober-/Unterhitze) stocken lassen.
 
Dann wieder herausnehmen und die abgetropften Backpflaumen darauf
verteilen. Die restliche Teigmischung zugießen und weitere 50 min.
im Ofen goldgelb backen, 
 
herausnehmen und sofort servieren. Wer mag, kann ihn mit Puderzucker
bestäuben.
 
Der Fra breton schmeckt natürlich auch kalt sehr gut. Allerdings ist
er frisch und warm sehr locker. Abgekühlt wird er ziemlich kompakt
und ist dann in eher kleinen Stückchen ein Genuss.

=====


Heiß aus dem Ofen, leicht, locker, unwiderstehlich.

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4 Responses to “Nachtbacken”

  1. Bolliskitchen sagte:

    nach jahrzehnten Frankreich kann ich davon auch mehrere Stücke essen….ohne Probleme.

    Ein herrlich leckerer Kuchen!!!

  2. Mestolo sagte:

    So weckt man Begehrlichkeiten… und *schwupp* habe ich das Buch Schweiz aus der Reihe bestellt. Danke für die Anregung.

  3. Claus sagte:

    Ich liebe dieses bretonische Zuckerzeugs, und zwar alles und in allen Aggregatzuständen…

  4. Aurélie sagte:

    was für ein Zufall!
    Dein Far breton sieht auch sehr lecker aus…
    Schön zu sehen das es auch bei dir Bretonische Stimmung gab.
    Bon appétit nachträglich !