Speisen wie François in D.
03.08.2008 vonFranz

Über die DESTILLE in Düsseldorf habe ich schon im letzten Jahr berichtet: Dort gibt es die meiner Ansicht nach beste Martinsgans in weitem Umkreis. Auch in diesem Herbst werde ich mein traditionelles Gänseessen sicher wieder dort genießen können.
Diesmal geht es aber um andere Spezialitäten, denn irgendwann in jedem Sommer gibt es in der DESTILLE die

Marlies, die uns schon ihren Trick mit der saftigen, krossen Gänsekeule verraten hat, ist zur Zeit in Hochform, und gestern durfte ich in ihrer Küche fotografieren.

Ihre Tarte au Citron ist ein Gedicht!
Obendrauf hat sie karamellisierte Zitronenzesten gestreut und ich war glücklich, später eines der letzten Stücke ergattert zu haben,

denn auch bei den Gästen der “Blauen Stunde”, einer monatlichen Literaturveranstaltung in der DESTILLE war die Tarte äußerst beliebt.

Auch von der köstlichen Möhren-Quiche mit Salbei und Hähnchenstücken durfte ich probieren.


Es gab einen Bohnensalat mit gebackenem Ziegenkäse auf der täglich wechselnden Karte

und die würzige Fischsuppe mit Aioli. Davon konnte ich bereits am Freitag, als sie gerade fertig gekocht wurde, kosten. Ich hätte sie etwas pikanter gewürzt (Piment d’Espelette), aber Chris, die Wirtin, meinte, bei ihren Stammkunden müsse sie mit der Schärfe der Speisen etwas vorsichtig sein. Nachschärfen wäre kein Problem, etwas Chiliöl oder Tabasco würde dazu gerne bei Bedarf gereicht.

Doradenfilets mit geschmortem Fenchel und zerlassenen Tomaten oder

das Cassoulet mit Entenbruststreifen, Entenkeule und Chorizo sind etwas für den größeren Appetit, zumal man mir fürs Foto besonders kleine Portionen angerichtet hatte. Wer die DESTILLE besucht muss in der Regel also über gesunden Hunger verfügen.

Zu empfehlen wären noch Knoblauchsuppe mit Thymiancroutons, die Leberpastete mit Landbrot, ein Entrocote mit Rosmarinkartoffeln und Pfifferlingen und zum Abschluss vielleicht der Käseteller.
Eine Dame fragte nach Sahnehering und Bratkartoffeln. Das stehe heute nicht auf der Karte und so verwies der Service auf die Spezialitäten der “Französischen Wochen”. “Dann nehme ich stattdessen eine Mousse au Chocolat,” bestellte die Dame und bewies so ihr faible fürs Besondere, nicht wahr?
Ins Lachsmousse (Foto ganz oben) mischt Marlies übrigens etwas Meerrettich und einen guten Schuss Gin, hmmmm.
Die DESTILLE ist immer einen Besuch wert. Und wenn man sich nicht vom manchmal gewöhnungsbedürftigen Service wegbeissen lässt, kann man noch bis 10. August dort göttlich speisen, eben wie François in Düsseldorf.
So richtig gefährlich sind die Kellner übrigens nicht, sie tun nur so, sie wollen halt manchmal spielen …
- 3 Kommentare »
- Posted inweiteres, dies & das












































amSunday, 3. August 2008 um15:42 Uhr
Gestern habe ich noch ein escht Düsseldorfer Mädschen verschreckt, als ich ihr erzählte, ich wolle in ein paar Jahren in die Nähe von Köln ziehen. Aber nach dem Bericht ziehe ich vielleicht doch lieber nach Düsseldorf.
amMonday, 11. August 2008 um06:37 Uhr
Das klingt nach tollen Schlemmerabenden!! Die Fotos machen direkt Hunger, muss unbedingt frühstücken…
amTuesday, 12. August 2008 um08:54 Uhr
Die Fotos machen wirklich hungrig!!!