Curry-Leber
12.02.2008 vonFranz

Ein großer Curry-Experte bin ich nicht, obwohl in meinem Asien-Gewürzkasten immer mindestens vier verschiedene Curry-Gewürzmischungen stehen: ein sehr scharfes Currypulver (HOT!HOT!HOT! steht auf dem Original-Aufkleber aus Sri Lanka), ein mittelscharfes Pulver (MILD sagt der Indien-Laden), die Curry-Mischung aus der METRO (ziemlich schlapp) und das, was ich mir daraus und aus weiteren Zutaten wie z. B. Cucuma und Bockshornkleepulver immer wieder neu für meinen Geschmack zusammenmische. Dazu kommen Tütchen und Döschen mit asiatischen Gewürzen und -mischungen, die meine Freunde mir schonmal aus dem Urlaub mitbringen und die dann auch meistens irgendwann in meine Currymischungen wandern.
Wie gesagt, sehr häufig koche ich nicht nach asiatischen Vorlagen. Typische Asiengewürze kommen allerdings häufiger, wenn auch nur in Spuren, in vielen meiner Gerichte vor. So ist 1/4 Teelöffel Currypulver gar nicht schlecht auf 1 Pfund Hackfleisch, wenn ich Frikadellen mache. Fischsuppen vertragen sehr scharfen Curry auch gut. Ein Teelöffelchen Sojasauce bringt manchmal den besonderen Kick in Bratensaucen usw. usw.
Meine Curry-Leber ist kein asiatisches Gericht, aber auch kein typisch deutsches. Es ist einfach lecker: ein hocharomatisches Zusammenspiel von gebratener Geflügelleber mit süßem Apfel und scharfen Röstzwiebeln, bewährt, köstlich und alle paar Monate immer mal wieder auf meinem Speiseplan.
Und es ist mein Beitrag zum Curry-Event.
==rk
Titel: Curry-Leber
Kategorien: Innerei, Curry, Geflügel
Menge: 4 Portionen
Zutaten:
600 Gramm Geflügelleber
Butter
2 Äpfel
4 Schalotten
1 Essl. Weinessig
8-10 Salbeiblätter
Mehl (Dunst)
Scharfes Currypulver
Mildes Currypulver
Salz
Zucker
Quelle:
www.einfachkoestlich.com
– Erfasst *RK* 12.02.2008 von
– Franz Schumacher
Zubereitung:
Leber putzen: kalt abwaschen, trockentupfen und alles Unerwünschte
wegschneiden.
Äpfel ringsum schälen, quer in 4 – 5 dicke Scheiben schneiden, das
Kerngehäuse herausschneiden. Apfelringe ringsum zuckern und in einer
Pfanne mit reichlich Butter von beiden Seiten langsam goldbraun
braten, warmhalten.
Die Schalotten schälen und in dünne Ringe schneiden. In der
Bratbutter der Äpfel anbraten, salzen, mit 1 EL Weinessig ablöschen,
1/2 TL scharfes Currypulver dazugeben und die Zwiebelringe langsam
rösten. Bevor sie zu dunkel werden herausnehmen, ebenfalls
warmhalten.
Die Leber in einem Gemisch von Weizenmehl (Dunst = griffiges Mehl)
1/2 TL Salz und 1-2 EL mildem Currypulver mehlieren, überschüssiges
Mehl abklopfen und in aufschäumender Butter bei milder Hitze von
beiden Seiten etwa 2 min. braten. Sie sollte innen nicht mehr blutig,
aber noch zartrosa sein. Am Ende der Bratzeit die klein gezupften
Salbeiblätter kurz mitbraten.
Größere Leberstücke schräg aufschneiden, mit Salbeibutter übergießen
und zusammen mit den Apfelringen und den Zwiebeln anrichten. Etwas
Puderzucker auf die Zwiebeln streuen.
Dazu kann man kleine Kartoffeln (Drillinge) anbraten oder auch
Gewürzreis als Beilage servieren. Oder man isst die Leber einfach so.
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Ist das nun Leber-Curry oder Curry-Leber? Ich meine das Zweite beschreibt das Gericht besser, denn unter einem „Curry“ verstehe man ja eher eher einen saucigen Eintopf. Das wiederum empfiehlt sich bei Leber eher nicht.
Ob man Hähnchen- oder Putenleber nimmt, macht geschmacklich wenig Unterschied. Bei Putenleber haben Sie größere Stücke, die man vor dem Servieren schön aufschneiden kann. Auch das Putzen ist bei Putenleber viel einfacher.
- 7 Kommentare »
- Posted inAlltagsküche, Innereien














































amTuesday, 12. February 2008 um16:06 Uhr
Das sieht lecker aus. Schade, dass meine Lieben alle keine Leber mögen.
amTuesday, 12. February 2008 um16:17 Uhr
Da muss ich passen, ich mag keine Leber, aber, wenn man mir das nicht gesagt hâtte, hätte ich mal probiert!
amTuesday, 12. February 2008 um17:36 Uhr
Ich mag Leber!
Sieht sehr appetitlich aus, auch mit den Salbeiblättern.
amTuesday, 12. February 2008 um21:13 Uhr
Hierorts gäbe es etliche Abnehmer dafür.
Die Kombination von Curry und Salbei gefällt mir.
amWednesday, 13. February 2008 um09:27 Uhr
Sieht sehr verlockend aus!
amSaturday, 16. February 2008 um21:03 Uhr
Der Anblick der cremig-braunen Leber ist verlockend – perfekt gegart. Ein schönes Rezept!
amFriday, 22. January 2010 um11:47 Uhr
Genial, habs nachgekocht, ganz tolles Rezept. Bei mir mit Entenleber…