Coming out mit Feigen
04.01.2008 vonFranz

In irgend einer TV-Sendung kochte ein Italiener eine Art „Pastasotto“ mit Feigen und Weichkäse.
Mal ehrlich, so was können wir doch auch?
Nun sollen in unseren Breiten ja schon bald die Feigen üppig gedeihen, aber so weit ist es wohl doch noch nicht. Und auch die holländischen Treibhausgenetiker ringen verzweifelt die Hände: die frischen Feigen, die man bei uns kaufen kann, die auch wirklich wie frische Feigen schmecken, sind mir bisher nicht angeboten worden.

Um den gewohnten Enttäuschungen zu entgehen, habe ich mich gleich für die Trockenvariante entschieden und zwar eingeweicht in weißem Portwein. Das sollte über fade Frischware ganz gut hinweg trösten. Tut es.
Nun habe ich hier und da, auch bei wirklich ernst zu nehmenden Foodies, von „Pastasotto“ schon gelesen. Zugegeben, so richtig ernst habe ich das bisher trotzdem nicht genommen und bin auch jetzt noch leicht im Zweifel, ob man nicht doch die Pasta ruhig weiterhin separat in Salzwasser kochen sollte? Aber ich habe sie halt heute ähnlich einem Risotto zubereitet und sollte bei diesem Ergebnis auch nicht meckern.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Pasta mit Feigen und Ziegenkäse
Kategorien: Nudeln, Italienische Küche
Menge: 2 Portionen
Zutaten:
60 g Berglinsen
200 g Spaghetti
1 Lorbeerblatt
3 Wacholderbeeren, angedrückt
8 Walnüsse
8-10 getrocknete Feigen
weißer Portwein
2 Stängel Bleichsellerie
1/2 Kopf Radicchio
1/2 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Weißwein
Gemüsebrühe
Olivenöl
100 ml Sahne
100 ml Creme fraiche
Piment d’Espelette (scharfes Paprikapulver)
Meersalz
Schwarzer Pfeffer
Ziegenweichkäse
evtl. Pecorino
Quelle:
– Erfasst *RK* 04.01.2008 von
– Franz Schumacher
Zubereitung:
Feigen in Scheiben schneiden und über Nacht in Portwein einweichen, dann abseihen.
Zwiebel in schmale Spalten schneiden und in Olivenöl andünsten ohne dass sie viel Farbe nimmt, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Radicchioblätter vom Kopf ablösen und in Olivenöl anrösten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Walnüsse grob hacken.
Linsen mit dem Lorbeerblatt und 5 Wacholderbeeren in 1 Liter kräftiger Gemüsebrühe etwa 10 min. kochen, dann Spaghetti zugeben und etwa 3 min. mitkochen lassen, abschütten, Sud auffangen.
Währenddessen Bleichsellerie in feine Scheibchen schneiden und mit den fein gewürfelten Knoblauchzehen in Olivenöl andünsten. Nun die abgeschütteten Spaghetti mit den Linsen zum Sellerie geben, erst einen Schuss Weißwein, dann Sahne und etwas Nudelwasser angießen und unter ständigem Umwenden fertiggaren. Immer wieder Nudelflüssigkeit zugeben und nach und nach auch die Creme fraiche und einen Großteil der eingeweichten Feigen und der gehackten Walnüsse. Von beidem etwas zum Garnieren zurücklassen.
Pikant würzen mit Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette. Wer mag, rührt auch etwas geriebenen Pecorino unter. Am Ende sollten die Nudeln sehr „suppig“ sein, fast vergleichbar einem guten Risotto.
Zum Anrichten die Wacholderbeeren und das Lorbeerblatt entfernen, den Radicchio auf heiße Teller breiten, die Spaghetti darauf legen und etwas Ziegenfrischkäse davor, der auf den heißen Tellern sofort anschmilzt. Dekorieren mit restlichen Feigen und Nüssen, den Zwiebelspalten und etwas gehackten Sellerieblättern.
http://www.einfachkoestlich.com
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Immer wieder Flüssigkeit angießen und fleißig wenden – es lohnt sich.
Nach all den winterlichen Genüssen steht mir schon lange wieder der Sinn nach leichter Kost.

Also oute (was für ein hässliches Wort!) ich mich heute ebenfalls als Festtagsessen-übersatt und reihe mich gerne ein bei den vielen Pastaköchen in den anderen Foodblogs mit ihren aktuellen Nudelkreationen.
Tatsächlich probiere ich bereits seit einigen Tagen ein Pastarezept nach dem anderen aus. Dies Rezept hier ist also nur die Spitze meines Nudelbergs, weitere werden demnächst folgen.
- 9 Kommentare »
- Posted inItalienische Küche, Vegetarisches












































amFriday, 4. January 2008 um23:52 Uhr
Die Pasta mit Feigen sieht lecker aus und auf den noch kommenden Nudelberg bin ich gespannt.
amFriday, 4. January 2008 um23:54 Uhr
Das Datum unter der Überschrift stimmt nicht so ganz, oder ist das Rezept wirklich schon so alt?
amSaturday, 5. January 2008 um07:15 Uhr
für mich reiht sich Dein als frugal angepriesener Teller nahtlos in die Festtagsreihe ein
.
amSaturday, 5. January 2008 um09:51 Uhr
@Sivie: Das Rezept ist neu, nur meine Schwierigkeiten mit der Blog-Formatierung sind die alten.
@lamiacucina: bei Pasta ist meine Bescheidenheit sowieso arg begrenzt
amSaturday, 5. January 2008 um22:58 Uhr
Franz Alt halt…
Das Pastasotto (oder die P.?) sieht sooo herrlich aus – ich muss aber auf den Käse verzichten, Ziegenkäse ist nicht mein Geschmack. Ich nehme dafür ein paar Feigen mehr.
amSunday, 6. January 2008 um10:30 Uhr
Na also, da haben wir einen weiteren Anhänger des Pastasotto!
Sieht sehr lecker aus, hätte ich jetzt gerne! Bei uns kann man frische Feigen kaufen, aber, na ja, die sind recht teuer und ich denke, die getrockneten gehen dann auch! Werde dann zur Feigenzeit Dein Gericht ausprobieren!!¨
Ich mache Pastasotto übrigens nur mit kurzen Nudeln, genre Penne etc, probier es mal, ich finde, das ist einfacher zu handeln als mit den langen.
amSunday, 6. January 2008 um15:17 Uhr
Das Foto ist der Wahnsinn!
Es macht so richtig Appetit und Pastasotto wollte ich schon lange auch mal probieren. Gut ist auch die Idee mit den eingeweichten Feigen, zurzeit ist einfach nicht Saison für frische.
amSunday, 6. January 2008 um17:44 Uhr
Es sieht fantastisch aus. Werde sowohl dieses als auch das Rezept mit viel Tomatensauce ausprobieren.
amSunday, 6. January 2008 um23:55 Uhr
Ein Tipp: Feigen lassen sich anscheinend gut einfrieren. Meine Mutter hat für eine festliche Vorspeise welche auftauen lassen, die sie halbiert eingefroren hatte, und sie sahen wie frische aus. Sie wurden aber für das Rezept gekocht. Dieser Pastasotto sieht super aus… aber ich brauche derzeit nur Salat und Obst, und mein “Detox Tee” sonst nichts.