Als alles anders kam …
20.11.2007 vonFranz

Alles fing mit dem Rosenkohl an.
Ilva von Lucullian delights, kocht in der Toskana, sehr kreativ und doch immer so, wie es sich dort gehört, nämlich eindeutig und klar, meist mit ein, zwei Zutaten und ein, zwei Kräutern oder Gewürzen. Sie hatte wunderschöne Pasta with rosmary braised Brussels sprouts auf dem Speiseplan. Damit machte sie mir schon wegen ihrer tollen Fotos mal wieder ziemlich großen Appetit.
Andererseits hatte die Hedonistin mich vor ein paar Wochen schon mit Kohlsprossen mit Zwiebeln und Balsamico gelockt.
Vor meinem geistigen Kochauge entstand eine Kombination aus Pasta und Rosenkohl und Zwiebeln. Ganz dunkel konnte ich mich noch an ein Gemüsepüree von Witzigmann erinnern. In seinem Tantris-Kochbüchlein fand ich Wirsingpüree. Was dem Wirsing bekommt, kann Rosenkohl nicht schaden: das sollte der Sugo zur Pasta werden.

Und so entstand etwas völlig anderes.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Pasta mit Rosenkohl
Kategorien: Nudeln, vegetarisch
Menge: 4 Portionen
Zutaten:
ca. 700 g Rosenkohl
2 mittelgroße Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 EL Butter
100 ml Sahne
2 EL Petersilie, gehackt
1 Prise Majoran
Muskatnuss
Zitronensaft oder Agrumato
400 g Pasta ( z.B. Fussili oder Pipe Rigati)
Salz
Zucker, Mehl
Öl zum Ausbacken
Quelle:
– Erfasst *RK* 20.10.2007 von
– Franz Schumacher
Zubereitung:
Rosenkohl in Blättchen teilen und in Salzwasser 1 min. blanchieren, dann aus dem Wasser heben und in Eiswasser abspülen.
Eine Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und hacken, beides in Butter anschwitzen.
Die restlichen kleinen Rosenkohlherzchen hacken und mitdünsten, mit der Hälfte der Sahne und etwas Blanchierwasser ablöschen, eine Prise Majoran zugeben und ca. 20 min. mit geschlossenem Deckel weichdünsten.
Die zweite Zwiebel schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden, mit Salz, etwas Zucker und wenig mehl mischen und in heißem Öl frittieren, bis die Stückchen hellbraun sind. Aus dem Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Das Blanchierwasser etwas nachsalzen und die Nudeln darin kochen.
Restliche Sahne und etwas Blanchierwasser zum gedünsteten Rosenkohl geben, gehackte Petersilie zufügen und mit dem Mixstab zu einer dickflüssigen Sauce fein pürieren, mit Salz abschmecken.
Kurz vor Ende der Garzeit die blanchierten Rosenkohlblättchen zu den Nudeln geben, dann sofort abschütten und etwas vom Nudelwasser zurückbehalten, um die Konsistenz der Sauce steuern zu können.
Sauce mit geriebener Muskatnuss unter die Rosenkohlnudeln rühren, auf vorgewärmte Teller verteilen und etwas Röstzwiebel darüberstreuen. Mit ein paar Tropfen Zitronensaft oder Agrumato aromatisieren.
http://www.einfachkoestlich.com
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Das schmeckte uns nicht nur gut, wir waren überrascht, wie wunderbar die Püree-Sauce den herben Kohl und die sanfte Pasta verband. Die Prise Majoran passte perfekt und war eben zu erahnen. Und Röstzwiebeln sind eigentlich immer gut. Das Ganze statt mit Olivenöl, auf Butter- und Sahnebasis zu kochen, besänftigte nicht nur den Kohl, sondern auch meinen großen Hunger aufs Feinste. Italienisch oder geschmort kann ich’s ja später immer noch mal kochen.
P.S.
Und wie ich gerade sehe, ist bei delicious days auch gerade Brussel sprouts all over! – Na denn …












































amTuesday, 20. November 2007 um23:43 Uhr
Das wäre bei meinen Herren nun gar nicht gegangen, deine Version klingt sehr lecker! Ich musste meinen Rosenkohl zur Tarnung bis zur Unkenntlichkeit entstellen, dem nussigen Geschmack tat’s keinen Abbruch…
amWednesday, 21. November 2007 um07:32 Uhr
in Blättchen zerpflückt isst er sich viel leichter. Ein schönes Rezept !
amThursday, 22. November 2007 um23:10 Uhr
Ja, das mit dem Blättchen ist schöner und lässt sich leichter essen. Danke für den Tipp, und die Inspiration: Ich habe direkt gestern eine vereinfachte Version nachgekocht (ohne Sauce, mit Zwiebel/Speck/Essig/Thymian).
amFriday, 23. November 2007 um15:22 Uhr
Das Gericht war sehr lecker. Ich habe es heute (leicht abgewandelt) nachgekocht. So dekorativ habe ich es aber nicht hin bekommen.
Danke für’s Rezept.